Vorgeschichte
Hans Schmied
Mein Weg lief nicht immer linear. Viele Steine und Felsbrocken versperrten mir mein Genesungsweg. Heute fühle ich mich besser, mein Leben ist wieder Lebenswert.
Bei meinem letzten Psychiatrieaufenthalt 2014 hatte ich mir ein Ziel gesetzt:
Ich will das Thema psychische Gesundheit, in der Bevölkerung sensibilisieren, entstigmatisieren. Menschen gehören nicht an den Rand der Gesellschaft.
Beim Verein GLEICH UND ANDERS Schweiz geht es mir um die Sache «psychische Gesundheit». Aus diesem Grund setze ich mich mit meinen Erfahrungen, in einer psychiatrischen Klinik als Peer (Experte aus Erfahrung)t in der Bevölkerung auf Augenhöhe und im Verein in der «Sache» psychischer Gesundheit ein.
Ich lernte, dass dich die Krankheit innerhalb kurzer Zeit treffen kann.
Wir schauen hin nicht weg!
Anissa Stalder
Ich habe einen Master in Psychologie und starte bald mit der Weiterbildung zur
Psychotherapeutin. Durch meinen beruflichen Weg und aus eigener Erfahrung weiss ich,
wie einschneidend Krisensituationen sein können. Gerade in diesen Momenten ist ein
unterstützendes Umfeld besonders wichtig.
Ich erlebe tagtäglich, wie sehr Begleitung, Halt und Zeit zur Stabilisierung helfen können,
wieder Vertrauen in sich und ins eigene Leben zu fassen. Gerade nach psychischen Krisen
fehlt es oft an Orientierung und Unterstützung, sowohl für Betroffene als auch für ihr Umfeld.
Deshalb kann ich die Idee und die Werte dieses Vereins von Herzen mittragen. Mir ist es ein
grosses Anliegen, Räume zu schaffen, in denen Offenheit möglich ist, Stigmatisierung
abgebaut wird und Hoffnung wieder wachsen darf. Gemeinsam können wir dazu beitragen,
dass Menschen in schwierigen Lebensphasen Unterstützung erfahren und Schritt für Schritt
zurück in einen selbstständigen und selbstbestimmten Alltag finden.
Yvonne Schmied
Nach der schweren psychischen Erkrankung dauerte es über 15 Jahre, bis sich mein Mann langsam erholt hat. Ganz Genesen wird er nie sein. Er muss auf sich achten, damit er sich nicht überfordert. Aber sein Leben ist wieder lebenswert.
Für meinen Sohn und mich war es in dieser akuten Situation mit meinem kranken Mann nicht immer einfach. Die Krankheit kam schleichend in die Familie.
Jetzt müssen andere ran – Wie sollte ich nun aber selbst den Kontakt zu meinem Mann gestalten? Mir war schnell klargeworden, dass ich die Wucht der psychischen Episode nicht bremsen, nicht mit durchleben, nicht aushalten konnte. Ich musste auf Abstand bleiben und uns schützen.
Mein Fokus war auf unseren Sohn gerichtet. Er versuchte schnell den Platz vom Papa einzunehmen und wurde überfordert. Mein Sohn brauchte ein Jahr psychologische Betreuung – Wir dürfen in dieser schweren Situation unsere Kinder nie vergessen!
Daniela Seifert
Motivation für den Vorstand
Als Case Managerin begleite ich sehr viele Menschen mit Handicap zurück in den Berufsalltag. Ich erlebe die ganzen Herausforderungen täglich.
Als Leiterin Gesundheitsmanagement in einem Betrieb kämpfe ich gegen die Stigmatisierung.
Bianka Neves
Ich bin Bianka und komme ursprünglich von der schönen Ostsee.
Seit vielen Jahren in der wunderschönen Schweiz. Bin ein sehr offenherziger, sehr sozialer und lebensfreudiger Mensch.
Ich habe drei wunderbare kleine Kinder.
Aber auch ich habe in den letzten 3 Jahren einiges einstecken müssen, was meiner Psyche sehr belastet hat. Aber durch meine eigene Stärke, die Familie und Freunde, habe ich mein Selbstbewusstsein wieder zurückbekommen.
Wichtig ist, Ruhephasen für sich selbst und den glauben an sich selber nie zu verlieren, auch mir geling es nicht immer.
Und ich möchte euch auch helfen, durch meine Erfahrung und meiner Stärke, wie man wieder den normalen Alltag gut meistern kann und vor allem nie, nie die Hoffnung aufgeben.

